Architekturikonen verdienen Respekt (VII)

Venedig, Punta della Dogana, markanter Ankerplatz und Umschlagplatz von Waren, am Beginn zum Canal Grande. Um 1680 von Giuseppe Benoni, der Umbau von Tadao Ando 2008/09 in ein Museum moderner Kunst. Fortuna oben auf der Weltkugel, jedoch und vor allem auch die Tierskelette am Fries – Zeugen einer archaischen Bedeutung von Architektur, die im symbolischen Opfer liegt, im Kult und in der Verschwendung.

Now, first, to define this Lamp, or Spirit of Sacrifice, clearly. I have said that it prompts us to the offering of precious things merely because they are precious, not because they are useful or necessary. It is a spirit, for instance, which of two marbles, equally beautiful, applicable and durable, would choose the more costly because it was so, and of two kinds of decoration, equally effective, would choose the more elaborate because it was so, in order that it might in the same compass present more cost and more thought.

John Ruskin, The Seven Lamps of Architecture

Architekturikonen müssen leiden (XX)

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Die grandiose Rotonde de la Villette, eines von vier noch existierenden Zollhäusern von Claude Nicolas Ledoux, von ca. 1785:Revolutionsarchitektur“ at its best. Das sahen natürlich nicht alle so. Die verhassten Schranken des Zollgürtels von Paris wurden nach der Französischen Revolution fast alle demoliert:

Le mur murant Paris rend Paris murmurant. – Der Wall rund um Paris weckt den Groll von Paris.

Architketurikonen müssen leiden (IXX)

Frank Gehry, La Fondation Louis Vuitton, Paris, eröffnet 2014

Ein Gebäude, dessen Glas- und Eisenstruktur das Grand Palais der französischen Hauptstadt zitiert, aber auch den Eiffelturm grüsst. Unter den verschiedenen Dächerschalen liegt eine Terrassenlandschaft, die spektakuläre Blicke und Atmosphären bietet. Das Gebäude ist sein eigener Star – die Ausstellungsräume auf elf Ebenen im Inneren jedoch sind leider demgegenüber sekundär und wurden konzeptuell vernachlässigt.

Architekturikonen müssen leiden (XVIII)

Raxalpe, Raxkapelle, 1936, E: Edmund Zacher, Baumeister: Hermann Kubacsek

In der Tat: Eine schnörkellose Architektur. Neo-klassizistisch? Der Rationalismus der Zwischenkriegszeit wurde von Emil Kaufmann 1920 in seiner Dissertation quasi vorweg kommentiert: „Die strenge Beschränkung aufs Notwendige, aufs rational zu rechtfertigende findet ihren wärmsten Anwalt in Laugier. Ausserhalb des notwendigen kennt er keine Schönheit“. … Und etwas weiter unten: „Auch für die kleinsten Teile gilt dieses „Grand principe“ der Architektur“.

Thus life is replenished, full.

Triple Trieste: 2018-2019!

img_20181231_131010Markthalle, E: Camillo Iona, 1936

img_20181231_224043 Scala Santa, Sanctissima!

img_20190101_163720Synagoge, E: Ruggero und Arduino Berlam, 1908-1912

„Life is beautiful! We do not have – do we? – any intention or claim to fix the destiny of the eternal things of the future? Everything, at every hour, is only the work of the present moment.“

Le Corbusier, When the Cathedrals Were White, 1937

lecorbusier_le_when_the_cathedrals_were_white kommentar

Architekturikonen verdienen Respekt (V)

Votivkirche, 1090 Wien, Westturm, renoviert

The very condition of architectural form is to separate and to be separated. Through its act of separation and being separated architecture reveals at once the essence of the city and the essence of itself as political form: the city as the composition of (separate) parts.

Pier Vittorio Aureli, The Possibility of an Absolute Architecture