Und: wie wird es jetzt? Wird es?

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Katze und Esel auf der Therapistencouch – die sozial ausgegrenzten Charaktere der Bremer Stadtmusikanten, die sich zusammentun und gemeinsam eine neue Zukunft erschaffen. Ist das nicht gleich ein Szenario für uns alle? So geht es im wunderbaren Video von Gernot Wieland, Thievery and Songs, das im Salzburger Kunstverein zu sehen war und bald auch in der Kunsthalle St. Gallen zu sehen sein wird. Mehr dazu in meinem Beitrag für Kunstbulletin.

Den Film gibt es auf der Website des Salzburger Kunstvereins coronabedingt online.

© Gernot Wieland

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Chronik eines schrittweisen Shutdowns

Wie sich die Kunstwelt in ganz kurzer Zeit völlig verändert hat. Hier zum Artikel auf > Monopol-magazin.de

Roman Signers Ausstellung in der Galerie Martin Janda Wien war die letzte Eröffnung vor dem Shutdown aus Gründen von Corona. Zu Signers wundersamer Kunst, die wie Zauberei aussieht, aber keine ist, kann man auch folgendes Interview nachlesen, das ich 2008 – lange her! – mit Roman führen durfte: „Es ist nicht einfach nur ein Chlapf!“

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Roman Signer: Ski mit Raketen, 2020 © Galerie Martin Janda, Wien

Architekturikonen müssen leiden (XX)

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Die grandiose Rotonde de la Villette, eines von vier noch existierenden Zollhäusern von Claude Nicolas Ledoux, von ca. 1785:Revolutionsarchitektur“ at its best. Das sahen natürlich nicht alle so. Die verhassten Schranken des Zollgürtels von Paris wurden nach der Französischen Revolution fast alle demoliert:

Le mur murant Paris rend Paris murmurant. – Der Wall rund um Paris weckt den Groll von Paris.

Architketurikonen müssen leiden (IXX)

Frank Gehry, La Fondation Louis Vuitton, Paris, eröffnet 2014

Ein Gebäude, dessen Glas- und Eisenstruktur das Grand Palais der französischen Hauptstadt zitiert, aber auch den Eiffelturm grüsst. Unter den verschiedenen Dächerschalen liegt eine Terrassenlandschaft, die spektakuläre Blicke und Atmosphären bietet. Das Gebäude ist sein eigener Star – die Ausstellungsräume auf elf Ebenen im Inneren jedoch sind leider demgegenüber sekundär und wurden konzeptuell vernachlässigt.

Architekturikonen müssen leiden (XVIII)

Raxalpe, Raxkapelle, 1936, E: Edmund Zacher, Baumeister: Hermann Kubacsek

In der Tat: Eine schnörkellose Architektur. Neo-klassizistisch? Der Rationalismus der Zwischenkriegszeit wurde von Emil Kaufmann 1920 in seiner Dissertation quasi vorweg kommentiert: „Die strenge Beschränkung aufs Notwendige, aufs rational zu rechtfertigende findet ihren wärmsten Anwalt in Laugier. Ausserhalb des notwendigen kennt er keine Schönheit“. … Und etwas weiter unten: „Auch für die kleinsten Teile gilt dieses „Grand principe“ der Architektur“.

Hallo Depot, hallo Eike, hallo DesignWeek

Blütenlese aus diversen aktuellen Anlässen:

  • Mein Kommentar zur Jobabsage von Eike Schmidt als designierter Direktor des Kunsthistorischen Museums Wien: erschienen in Monopol. online: Über der Schwelle

  • Die verdienstvolle Tankstelle für Kunst und Theorie Depot in Wien wird 25! Hier die Einladung zu einer historisch-reminiszierenden Talkrunde: Zur Notwendigkeit des Sprechens über Kunst

  • Kultursprecher*innen (nicht ganz) unter sich: Eva Blimlinger (Grüne), Elisabeth Hakel (SPÖ) und Sepp Schellhorn (NEOS) in einer Debatte zur österreichischen Kulturpolitik, Moderation: Patricia Grzonka, und dies alles am Wahltag 29. 09. 2019: Wir haben die Wahl!

Galerie

Grand Hotel Abyss

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Graz. Der steirische herbst 2019:  Opulenz und Dekadenz sind nahe Geschwister. Und wie sagte die Intendantin Ekaterina Degot in ihrer Eröffnungsrede: „Europa ist ein Hotel am Abgrund“. © Oscar Murillo, Jakob Lena Knebl & Markus Pires Mata, Ekaterina Degot, David Riff, und Lívia Páldi, Nedko Solakov, Andreas Siekmann, Grupa EE, Jeremy Deller, Zorka Wollny   […]