Sehr freue ich mich, dass ich für die Schweizer WoZ (Zürich) die diesjährige Ausgabe des steirischen herbstes unter dem mehr als passenden Titel Horror Patriae besprechen konnte.


Sehr freue ich mich, dass ich für die Schweizer WoZ (Zürich) die diesjährige Ausgabe des steirischen herbstes unter dem mehr als passenden Titel Horror Patriae besprechen konnte.


Der Bahnhof Sarajevo war ein Prestigeprojekt des jungen Jugoslawien, gebaut als einer der ersten Infrastrukturbauten nach dem Zweiten Weltkrieg von 1947-1952 von Muhamed Kadic, Emauel Samanek, Dusan Smiljanic, Jahiel Finci. Dann kam der neue Krieg und die Besetzung der Stadt von 1992-1995, deren Zerstörungen immer noch sichtbar sind, und heute verkehren kaum mehr Züge hier. Die Plattformen gleichen einer Geisterstadt. Aber die bezaubernde Bahnhofshalle erhält eine nicht ganz unpassende Zwischennutzung als Ausstellungshalle….
Detailliert zur Geschichte siehe: architectuul_sarajevo_railway_station






Alle Fotos von August 2024
Casa Raslei, Mosogno Sotto, Val Onsernone, Tessin / Schweiz, Buchner Bründler Architekten, Basel. Was soll man sagen? Eine archaische, basale Architektur, die einen auf die wesentlichen Elemente des Bauens zurückverweist. Es geht um Licht, Haptik, Wärme, Geräusche, Sonneneinstrahlung und Schatten, die grundlegende menschliche Wohnbedürfnisse wie Schutz, Geborgenheit und Genährtwerden formen. Und wo wären Geschichte, Atmosphäre oder Zeit? Es war ein besonderes Erlebnis, eine Experience, dass ich mich hier im Juli 2024 diesen Elementen aussetzen konnte.





















In RAGE, her first-ever museum show at OK Linz, Pussy Riot’s founder Nadya Tolokonnikova talks patriarchy, sex dolls, fighting repressive systems, and sublimating pain through artistic violence. I am very happy to share the interview I conducted with Nadya, here: Spike Art Magazine

Very happy to announce this group exhibition bringing together texts by students from the University of Applied Arts Vienna / part of the AngewandteFestival
Opening: June 24, 6 pm 2024
Flat1, Radetzkystrasse 4, Vienna 3.
Minsung Choi, Birgit Fellner, Andrei Iakovlev, Preeti Kathuria, Ammar Khadour, Lea Liebl, Anna Pelz, Aisel Safiulla, Frederike Gordillo, Isabella Tritthart

The legacy of Jože Plečnik – Der austro-slowenische Architekt Jože Plečnik (1872-1957) hat für die slowenische Stadt Ljubljana ein visuell-gestalterisches Gesamtbild entworfen, das bis heute beeindruckt. Die Markthallen entlang der Ljubljanica, verschiedene Brückenübergänge über den Fluss, das Wehr am Stadtausgang oder die wirklich umwerfende Nationalbibliothek mit den rohen Quadersteinen in der roten Backsteinfassade prägen noch heute diese Stadt. Aber auch mit kleineren Gesten wie den markanten Stadtmöbeln – den phallisch anmutenden Strassenlaternen zum Markieren kleiner Plätze oder Treppen – wurde die Hauptstadt Sloweniens in ein All-Over-Schmuckkästchen transformiert. „Turning the city into an object of art“, wie es so bezeichnend in einem der hervorragenden Architekturführer heisst, sei Plečniks „legacy“ gewesen. Was aber heisst das für die Stadtplanung generell? Dürfen Städte dem Gestaltungswillen einer einzelnen Person überlassen werden, und sei sie noch so visionär?








„Protest/Architektur“ heissen zwei aktuelle Ausstellungen in Wien und in Teufen/Schweiz. Über die Schweizer Ausgabe, die in einer hinreissenden Architekturinstitution im ehemaligen Zeughaus des Kantons Ausserrhoden stattfindet, schrieb ich für die WoZ, die Schweizer „Wochenzeitung“.
Hier mein Artikel im Pdf, über den ich mich sehr freue!
Samstag, 6. April, 2024. Eröffnung von Katharina Grosses Ausstellung „Unclarify What Belongs“ in der Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder. Was für eine schöne Ausstellungseröffnung anlässlich der großartigen neuen Arbeiten von Katharina Grosse. Und eine ebensolche Freude, die Eröffnungsrede zu halten!
Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder








Ausstellungsansichten aus der Albertina Wien und Galerie nächst St. Stephan, 2024
Anlässlich der Ausstellung des Malers und Künstlers Erwin Bohatsch in der Galerie Martin Janda Wien wurde ich eingeladen, einen einleitenden Text zu Bohatschs neuen Arbeiten zu schreiben. Der Besuch im Studio war ein absoluter Glücksfall von einer Begegnung mit einem Künstler, dessen Werke ich zwar schon lange kannte, den ich aber nie persönlich kennengelernt habe, obwohl wir seit langem in derselben Stadt leben. – Und obwohl wir beide an derselben Institution, der Akademie der bildenden Künste Wien, unterrichtet haben, sogar am selben Lehrstuhl. Aber ja, das Leben braucht manchmal lange, bis sich die Wege bestimmter Menschen kreuzen, und hier ist ein Auszug aus meinem Text zu den so überraschenden neuen Malereien Bohatschs, die unter dem Titel „Capricci“ vom 7. März bis zum 6. April 2024 gezeigt werden. Galerie Martin Janda
Erwin Bohatschs neue Arbeiten sind befangen und wild zugleich. Ein kontrollierter Gestus schwingt sich über die Leinwand und wird hier und dort gebremst. Ständig scheint sich der Fluss der Farblinie selbst zurückzunehmen, um dann irgendwo wieder aus der Geordnetheit auszubrechen, zu verebben oder einfach in einer neuen Farbenwelt zu versickern. Kleine Ungereimtheiten wie ein unmotiviertes Stück Grün, das verschämt am Rand entlang streicht, aber nicht weiter geht. Seltsam gebogene Formen wiederholen sich – fast. Dann legt sich eine ungefähr geometrische Fläche über beide, aber auch nur teilweise. Im Hintergrund haben wir es mit einer Art Architektur zu tun, wobei räumlich ist diese gar nicht, dafür aber flach. Überhaupt der Raum in diesen Bildern: Wo stehen wir? Wo befindet sich das gemalte Objekt? Liegt es? Schwebt es? Fällt es um? Ist es überhaupt ein Objekt? Aber was könnte es sonst sein?
Es sind Fragen wie diese, die uns die Malerei immer wieder neu vor Augen führt, wenn sie gut ist. Es sind die alten Probleme der abstrakten Malerei, sie haben sich kaum geändert. Aber es wäre absurd, diese Tatsache zu hinterfragen, denn jede neue Künstlergeneration muss ihre Beziehung zum visuellen Konstrukt immer wieder in einer eigenen Sprache selbst formulieren. Klassischerweise zählen Bohatschs Arbeiten zur abstrakten Malerei. Aber was heißt das? Zählt der Gestus? Zählt die Linie? Zählt die Farbe? Gegeben ist, dass wir keine Objekte oder Gegenstände als solche erkennen können, keinen Teekrug zum Beispiel, aber auch kein Gesicht, und das hat die Kunstgeschichte non-figurative Malerei genannt. Stattdessen rücken konstruktive und physikalische Eigenschaften eines Bildes in den Fokus, primär die Farbe, der Pinsel, das Format und der Grund. Und genau hier setzt auch Erwin Bohatsch an, wenn er die Textur der Oberfläche als ein zentrales Element seiner Arbeiten nennt. Sein Prozess beginnt mit der Wahl des Materials – und mit dem Produkt, das er wählt, ändert sich auch das Wie seiner Erzählung. Ob er Vinylfarbe, Kohle oder in einem Gemisch auch Öl verwendet, bestimmt die Komposition, den Weg einer Linie, die Porosität, Opakheit oder Dichte einer Farbfläche. Seine Bilder leben von der Austarierung dieser unterschiedlichen Elemente, ihren Schichtungen, Übermalungen und Neukonturierungen
Neben dem strukturellen und materiellen Gerüst – den Formen und dem Bilden einer architektonischen Raum-Illusion – spielt die Farbe als evokative Kraft in diesen Arbeiten eine eminente Rolle. Die Farbe ist die Malerei, wenn dies auch im Gespräch mit dem Künstler kaum Erwähnung findet. Ich denke aber, dass hinter dieser Zurückhaltung neben einer möglichen Skepsis gegenüber dem emotionalen Gehalt von Malerei auch ein Wissen über die Unmöglichkeit des Sprechens über Farbe steht. Nicht zuletzt aber ist es die Farbe, der diese neuen Werke ihre Gültigkeit und Tiefe verdanken. In den subtilen Nuancierungen eines ganz aus der Mode gekommenen Blau oder eines irrationalen Gelb sowie in ihrer besonderen Gewichtung – oft sind es nur winzige Farbfelder oder -tupfer, die einen Akzent setzen, wie im Fall eines orangen Stückchens, das zwischen einem Blaugrau und einem Beigeweiß aufscheint – liegt eine energetische Aufladung, die die Bildauffassung ganz wesentlich bestimmt.









You can find my review released in the Print issue of Spike #79 here:






Anu Põder: Space for My Body, curated by Cecilia Alemani, is the first comprehensive show of the Estonian artist (1947-2013) in Switzerland’s mountain region of Lower Engadine. A visionary artist. There are many more fancy materials in the visual arts than just chisel and paint.
@ Muzeum Susch © PG 2024