Architekturikonen müssen leiden (XX)

Casa Ortega was built by the mexican architect Luis Barragán (1902-1988) for himself in 1940-42. One can visit the gardens of Casa Ortega – not to be confused with the Casa Barragán – which is just adjacent. It contains some beautiful spots with several basins where fresh water bubbles. Clearly showing that conceiving a garden too can be architecture. The surroundings have changed as much as the garden seems to be preserved and you can hear the never ending heavy traffic of Mexico City in this peaceful environment. It’s much of a time lapse experience.

Brno

Sieh, das Gute liegt so nah. Eineinhalb Stunden Fahrzeit von Wien entfernt (Zug oder Bus), und du steigst aus im Wunderland der sensibel renovierten Architekturmoderne. Villa Tugendhat, Villa Arnoldova, Villa Beer-Löw, Villa Stiassni um nur die Spitze zu nennen. Auf der historischen Burg Spilberk entsteht gerade ein umfangreicher Museumskomplex, zu dem neben den fortifikatorischen Anlagen auch umgewandelte Bereiche wie die alten Wassertanks oder die stimmungsvolle Kapelle gehören. In den früheren Wasserbecken – einem Bassinsystem in der ehemaligen Bastion, das halb Industriedenkmal halb Museum ist – befindet sich heute das Lapidarium der Stadt. Hier, wirkungsvoll inszeniert, eine Figur von Anton Pilgram aus dem 15. Jahrhundert oder eine Türstockfigur des osmanischen-moldawischen Heerführers Ypsilanti.

Architekturikonen müssen leiden (XXVIII)

Der Bahnhof Sarajevo war ein Prestigeprojekt des jungen Jugoslawien, gebaut als einer der ersten Infrastrukturbauten nach dem Zweiten Weltkrieg von 1947-1952 von Muhamed Kadic, Emauel Samanek, Dusan Smiljanic, Jahiel Finci. Dann kam der neue Krieg und die Besetzung der Stadt von 1992-1995, deren Zerstörungen immer noch sichtbar sind, und heute verkehren kaum mehr Züge hier. Die Plattformen gleichen einer Geisterstadt. Aber die bezaubernde Bahnhofshalle erhält eine nicht ganz unpassende Zwischennutzung als Ausstellungshalle….

Detailliert zur Geschichte siehe: architectuul_sarajevo_railway_station

Alle Fotos von August 2024

Massilia: Marseille!

Crazy Stadt: hügelig, powerig, konsumfreudig, historisch, unberechenbar, selbstbewusst, sexy. Mein erster Besuch im September 2023 war von Ambivalenzen geprägt: Der alte Hafen eine einzige Kneipenmeile, zugegeben, da gab es auch fantastisches, arabisch-inspiriertes Essen, aber ein Lokal neben dem anderen? Gleichzeitig sehr sorgfältig und dezent renovierte alte Bausubstanz wie das Fort Saint Jean oder die Vieille Charité. Dieses ehemalige Hospiz (gebaut 1671-1745) von Pierre Puget ist ein wunderbarer Ort der Ruhe, heute auch als Ausstellungsort genutzt. Und: das Mucem von Rudy Riciotti ist tatsächlich ein grossartiges Museum, die Ausstellung mit Videos zur französischen Alltagsgeschichte in der ‚Médinathèque‘, gehörte zum Besten, das ich seit langem gesehen habe. Alors on danse!