Ein Weekend-Trip ins Burgenland zum Atelierhaus* St. Margarethen, fertiggestellt 1967 von Johann Georg Gsteu (1927-2013) für die Teilnehmer:innen des Bildhauer:innen-Symposions des angrenzenden Steinbruchs – „Römersteinbruch“ – wo bis heute Kalksandstein abgebaut wird. Seinem Entstehungsdatum nach ist das Haus ein spätmodernistisches Gebäude, seine Konzeption indessen weist archaisch-asketische Züge auf. Die grosszügigen Gemeinschafsträume wurden durch acht zellenartige Doppelschlafräume ergänzt, womit die klösterliche Anmutung des Baus unterstrichen wird. Das Haus hat sich fast unverändert erhalten; im Kern besteht es aus Mauersteinen, die zu einem alten Gasthof gehören, der an dieser Stelle einmal stand. Erweitert wurde ebenfalls mit Steinen des Steinbruchs. Neuere Eingriffe im Mobiliar konzipierte der Wiener Architekt Martin Feiersinger.






© Fotos: August 2025